In Erinnerung an Prof. Dr. Dr. Ulrich Winkler (+ 27.01.2021)

Mit gro­ßer Trau­er und Sor­ge tei­len wir Ihnen mit, dass unser geschätz­ter Kol­le­ge und Freund Ulrich Wink­ler letz­te Nacht infol­ge einer schwe­ren Krank­heit ver­stor­ben ist. Vie­le theo­lo­gi­sche Impul­se sind sei­nem Enga­ge­ment zu ver­dan­ken, ins­be­son­de­re das Zen­trum für inter­kul­tu­rel­le Theo­lo­gie und das Stu­di­um der Reli­gio­nen an der Uni­ver­si­tät Salz­burg gäbe es ohne ihn nicht. Ulrich Wink­lers Arbeit, ins­be­son­de­re im Bereich der ver­glei­chen­den Theo­lo­gie und des Dia­logs der Reli­gio­nen, war visionär.

Ulrich Wink­ler war auch im Vor­stand des OCCURSO Insti­tut für inter­re­li­giö­se und inter­kul­tu­rel­le Begeg­nung e.V. (Insti­tut für inter­re­li­giö­se und inter­kul­tu­rel­le Begeg­nung) (2010–2016) wäh­rend mei­ner Zeit als Vor­sit­zen­der des dor­ti­gen Vor­stands und hat­te die 2007 Sit­zung der Euro­päi­sches Netz­werk der bud­dhis­ti­schen christ­li­chen Stu­di­en in Salz­burg. Als Vor­stands­mit­glied von ESITIS und als Stu­di­en­de­kan für das Stu­di­en­jahr und am Dor­mi­tio in Jeru­sa­lem hat­te er eine prä­gen­de Wir­kung auf viele.

Das Reli­gi­ons­wis­sen­schafts­pro­gramm in Salz­burg und die Errich­tung der Pro­fes­sur, ins­be­son­de­re mit ihrem beson­de­ren Pro­fil, ist einer der Leis­tun­gen von Ulrich Winkler.

Beson­ders am Her­zen Ulrich Wink­ler lag auch die ULG ′′ Spi­ri­tu­el­le Theo­lo­gie im inter­re­li­giö­sen Pro­zess. In einem Gespräch mit mir im Spät­herbst beton­te er erneut, dass Theo­lo­gie selbst ein Dia­log­pro­zess sei, der die gan­ze Per­son umfasst.

Reli­giö­se Stu­di­en als Dis­zi­plin des Kul­tur­wis­sens müs­sen mit Theo­lo­gie in Ver­bin­dung gebracht wer­den, sehe es als eine unter­schied­li­che, aber geschwis­te­ri­sche Dis­zi­plin. Die Her­aus­for­de­rung und Zusam­men­ar­beit bei­der Aspek­te des Reli­gi­ons­un­ter­richts waren Ulrich Wink­ler schon immer ein beson­de­res Anlie­gen. Wenn wir unser Den­ken, Leh­ren und For­schung im Licht die­ses Pro­zes­ses sehen, ent­wi­ckeln wir sei­ne Visi­on wei­ter. Das ist sicher­lich ganz in sei­nem Geist.

Mit herz­li­cher Soli­da­ri­tät und in Erin­ne­rung an sei­ne Fami­lie, Ver­wand­te und Freunde.

Don­ners­tag, 28.01.2021,

Mar­tin Röt­ting­Lei­ter der Reli­gi­ons­wis­sen­schaf­ten der Uni­ver­si­tät Salzburg

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Zur Gedenk­sei­te von Ulrich Winkler

Universitätslehrgang Spirituelle Theologie im interreligiösen Prozess 2021–2024

Religionen begegnen – Spiritualität vertiefen

Aus­gangs­la­ge und Anlie­gen
Ob in Schu­le oder Uni­ver­si­tät, in Pfle­ge oder Sozi­al­ar­beit, in Seel­sor­ge oder The­ra­pie, in Kul­tur oder Wirt­schaft oder ein­fach aus per­sön­li­chem Inter­es­se: Begeg­nung und Zusam­men­ar­beit mit Men­schen aus ver­schie­de­nen Kul­tu­ren und Reli­gio­nen gehö­ren zum Alltag.

Zum Ange­bot

Überarbeitung der Homepage

Die Home­page hat ein opti­sches Lif­ting erfah­ren. Die Ein­gangs­sei­te wur­de, der aktu­el­len Pres­se­mit­tei­lung ent­spre­chend, neu for­mu­liert. Wesent­li­cher Bestand­teil der Pha­se I sind die Arbeits­krei­se, die jetzt unter dem Menü­punkt “naza­reth-pro­jekt” ein­ge­bun­den sind.
An die Stel­le der Pho­to­mon­ta­ge “Bay­ern­ka­ser­ne” trat das Archi­tek­tur­mo­dell der Naza­reth­kir­che mit Wohnheim.

Pressestimmen

Eine Kirche für alle Religionen

In Bogen­hau­sen soll ein inter­kul­tu­rel­les Zen­trum ent­ste­hen, in dem Chris­ten, Juden, Mus­li­me, Bud­dhis­ten und Ange­hö­ri­ge ande­rer Glau­bens­rich­tun­gen sich tref­fen kön­nen. Das Pro­jekt läuft zunächst für ein Jahr.

Süd­deut­sche Zei­tung R3, Nr. 1 vom Samstag/Sonntag 2./3. Janu­ar 2021

ZdK-Erklärung gegen Islamfeindlichkeit

Am 20.11.2020 wur­de von der Voll­ver­samm­lung des ZdK (Zen­tral­ko­mi­tee der deut­schen Katho­li­ken) die Erklä­rung des Gesprächs­krei­ses Chris­ten und Mus­li­me gegen Islam­feind­lich­keit ver­öf­fent­licht.
Möge die­ser Appell wei­te Ver­brei­tung fin­den, zu einem dif­fe­ren­zier­ten Dis­kurs bei­tra­gen und posi­ti­ve Früch­te tragen!

Zur Erklä­rung

Der Jude Jesus – eine Heimholung

Buch­vor­stel­lung und Gespräch mit Rab­bi­ner Wal­ter Homolka

Diens­tag 1.12.2020 19 Uhr (Nach­hol­ter­min von Mai 2020)
Evan­ge­li­sche Stadt­aka­de­mie Mün­chen, Her­zog-Wil­helm-Str. 24
Teil­nah­me­ge­bühr: 8 € (erm. 7 €)

Trotz der christ­li­chen Unter­drü­ckung, die Juden im Namen Jesu jahr­hun­der­te­lang erfuh­ren, setz­ten sie sich seit jeher mit ihm aus­ein­an­der. Wal­ter Homol­ka dis­ku­tiert das wach­sen­de jüdi­sche Inter­es­se am Naza­re­ner seit der Auf­klä­rung und wie Juden Jesus heu­te sehen, im reli­giö­sen wie kul­tu­rel­len Kon­text. Im Zen­trum der Beschäf­tigung mit dem Juden Jesus steht das Rin­gen des Juden­tums um Authen­ti­zi­tät und Augen­hö­he. Umge­kehrt for­dert die Ver­an­ke­rung Jesu im Juden­tum die Chris­ten her­aus, ihre Chris­to­lo­gie in neu­em Ver­ständ­nis zu for­mu­lie­ren. Wir stel­len Wal­ter Homol­kas neu­es Buch in der Woche vor der Eröff­nung der Pas­si­ons­spie­le Ober­ammer­gau vor.

Rab­bi­ner Prof. Dr. Wal­ter Homol­ka ist geschäfts­füh­ren­der Direk­tor der School of Jewish Theo­lo­gy an der Uni­ver­si­tät Potsdam.

Ver­an­stal­ter: Evan­ge­li­sche Stadt­aka­de­mie in Koope­ra­ti­on mit der Libe­ra­len Jüdi­schen Gemein­de Mün­chen Beth Shalom, der Gesell­schaft für christ­lich-jüdi­sche Zusam­men­ar­beit und den Freun­den Abra­hams. Anmel­dung erbe­ten unter info@evstadtakademie.de oder Tel. 089/5490270.

Hebräisch ist Aramäisch

Vortrag von Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer
von den Freunden Abrahams

Bevor Ara­bisch die­se Rol­le über­nahm, war Ara­mä­isch tau­send Jah­re lang die beherr­schen­de Spra­che des Vor­de­ren Ori­ents. In eini­gen Sprach­in­seln in Syri­en, Irak, in der Ost­tür­kei, aber auch in Isra­el wird es noch gespro­chen und bleibt in der Lit­ur­gie ori­en­ta­li­scher Kir­chen kon­ser­viert. Aber auch für das Juden­tum ist Ara­mäisch, als gespro­che­ne Spra­che in der Zeit des Zwei­ten Tem­pels und als dominan­tes Medi­um des Tal­mud von blei­bend hoher Rele­vanz. Die hebräi­sche Spra­che wird genau genom­men heu­te in ara­mäi­scher Schrift geschrie­ben, wie­wohl wir die Schrift als „hebrä­isch“ wahr­neh­men. Und ihre Wur­zeln hat auch die­se Schrift in den ägyp­ti­schen Hie­ro­gly­phen. Iden­ti­tä­ten waren eben schon immer flie­ßend, nicht nur im Orient.

Über den You­Tube-Kanal des Muse­ums bleibt der Vor­trag im Anschluss dau­er­haft ver­füg­bar https://youtu.be/v6ser-9qAGc.

26.11.2020

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