Erasmus+ – Förderantrag gestellt

Das Haus der Kulturen und Religionen München hat im Rahmen des Programms Erasmus+ der Europäischen Union einen Förderantrag zur Entwicklung von Häusern der Religionen gestellt.

In einigen Städte Europas gibt es bereits diese Häuser in sehr unterschiedlicher Gestaltung. Bisher besteht nur ein zufälliger Austausch zwischen diesen Häusern.

In unserem Erasmus+ – Projekt „Houses of Religions in Europe – Creation and community involvement of urban interreligious spaces (HREU)“ wollen wir in München ein Haus der Kulturen und Religionen errichten, gefördert und unterstützt durch den Austausch mit anderen vergleichbaren Häusern in Europa. Dieses Projekt schafft zum ersten Mal eine nachhaltige Verbindung zwischen den Häusern der Religionen: dem „House of One“ in Berlin, dem „Campus der Religionen“ in Wien und dem „Guds Hus“ in Fiksätra bei Stockholm. Andere Häuser der Religionen in Europa wie die, in London und Bern werden auf allen Ebenen des Projekts beteiligt sein.

Im Rahmen des Projekts werden sich die Partner treffen und Erfahrungen austauschen und neue Ideen, Methoden und Konzepte entwickeln. Das Projekt konzentriert sich auf zwei spezifische Themen: der Gestaltung von multireligiösen Räumen und die Errichtung eines Hauses der Religionen in München. Die Erfahrungen der Partner des Projekts werden als Vorbild für zukünftige Religionshäuser in Europa und darüber hinaus dienen.

Mehr Informationen zum Erasmus+ EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport

Verschiedene Religionen unter einem Dach

Beten unter einem Dach?
Verschiedene Religionen finden zueinander
Von Susanne von Schenck
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

https://br.de/s/3n3w1UB

Moslems, Christen, Aleviten, Hindus und Buddhisten haben in Bern ihre Gebetsräume Tür an Tür – im „Haus der Religionen“. Seit Dezember 2014 ist es in Betrieb und das erste in der Schweiz. Knapp tausend Kilometer nördlich, in Berlin, wird noch Geld gesammelt für das „House of One“, ein interreligiöses Projekt, das ein Pfarrer, ein Iman und ein Rabbiner initiiert haben.
Mehrere Religionsgemeinschaften unter einem Dach – kann das überhaupt gut gehen? Denn immer wieder kommt es zu Konflikten. Wenn zum Beispiel die äthiopisch-orthodoxe Gemeinde verlangt, dass die sakralen Räume nicht mit Schuhen betreten werden dürfen, was alle anderen christlichen Gemeinden aber tun. Oder wenn türkische Muslime die kurdischen Aleviten als Sekte betrachten und deshalb dem Berner Haus der Religionen fernbleiben. Aber der Dialog bietet eine Chance, soll er doch aufklären und Begegnungen ermöglichen.