Spiritueller Impuls

Udo Lin­ge­mann, Öl auf Lein­wand
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Das Menschenbild der Bahá’í

Die geis­ti­ge Natur des Menschen

Der Schlüs­sel zu wirk­li­chem Leben liegt in unse­rer geis­ti­gen Natur und in der Unsterb­lich­keit der See­le. In die­sem Leben erwer­ben wir geis­ti­ge Eigen­schaf­ten wie Lie­be, Wahr­haf­tig­keit, Demut, Einig­keit, Gerech­tig­keit und Got­tes­er­kennt­nis, die Licht und Füh­rung für unse­ren Fort­schritt sind. Das Wei­ter­le­ben der See­le nach dem Tod bedeu­tet ein stu­fen­wei­ses Fort­schrei­ten durch ver­schie­de­ne geis­ti­ge Wel­ten näher zu Gott hin, wovon nie­mand aus­ge­schlos­sen ist.

Das stän­di­ge Bemü­hen, Vor­ur­tei­le abzu­le­gen und bei ande­ren Men­schen auf das Gute und Posi­ti­ve, nicht aber auf die Feh­ler zu ach­ten, gehört zum prak­ti­schen Weg unse­rer Ver­geis­ti­gung. Gott hat den Men­schen erschaf­fen als Aus­druck der Lie­be zu Sei­ner Schöp­fung. Ihn zu erken­nen und zu lie­ben ist das höchs­te Ziel. Wirk­li­ches Mensch­sein bedeu­tet, die Lie­be zu Gott und den Dienst an der Mensch­heit immer mehr zum Mit­tel­punkt unse­res Lebens wer­den zu lassen.

Bahá­’u’l­láh lehrt: Der ist wirk­lich ein Mensch, der sich heu­te dem Dienst am gan­zen Men­schen­ge­schlecht hin­gibt. Das Höchs­te Wesen spricht: Selig und glück­lich ist, wer sich erhebt, dem Woh­le aller Völ­ker und Geschlech­ter der Erde zu dienen.”

Gut und Böse

Der Mensch ist nicht nur auf dem Weg des Guten. Hass, Zer­stö­rung oder Krie­ge als Aus­druck des Bösen haben schon immer zum Mensch­sein gehört. Das Böse hat aber kei­ne eige­ne Exis­tenz, es ist viel­mehr als Abwe­sen­heit des Guten zu ver­ste­hen. Die Vor­stel­lung von Teu­fel und Höl­le ist den Bahá­’í fremd.

Bahá­’u’l­láh lehrt: Edel erschuf ich dich, doch du hast dich selbst ernied­rigt. So erhe­be dich zu dem, wozu du erschaf­fen wurdest.“

Dem­nach bedarf es des Lichts der Erzie­hung, damit der Mensch vom Bösen abge­hal­ten wird. Das Wort Got­tes ist dabei die wich­tigs­te Quel­le der Ori­en­tie­rung, die uns hilft, das Gute vom Bösen zu unterscheiden.

Erzie­hung

Bil­dung und Erzie­hung sind zen­tra­le The­men der Leh­ren Bahá’u’lláhs. Sie sind Grund­la­ge der Kul­tur­ent­wick­lung und damit gleich­be­deu­tend mit mensch­li­cher Ent­wick­lung schlecht­hin. Ohne Erzie­hung gibt es kei­ne Kul­tur, die sich fort­wäh­rend erneu­ert. Dies aber ist Zweck der Erschaf­fung des Menschen.

Urquell aller Erzie­hung ist Gott, der Schöp­fer. Er beauf­trag­te alle Ato­me des Daseins und das inners­te Wesen aller erschaf­fe­nen Din­ge“ (Bahá­’u’l­láh) mit der Erzie­hung des Men­schen. Die Kul­ti­vie­rung der geis­ti­gen Natur des Men­schen mit­hil­fe von Reli­gi­on beschreibt die ers­te Form der Erzie­hung, die Selbsterziehung.

Täg­li­ches Gebet, Lesen und Medi­tie­ren in den hei­li­gen Schrif­ten, vor allem aber die Umset­zung der ethi­schen Maß­ga­ben ins all­täg­li­che Han­deln sind wich­ti­ge Bei­trä­ge des Ein­zel­nen hier­zu. Ins­be­son­de­re die Erzie­hung der Kin­der ver­langt den Eltern ab, selbst geis­tig zu wach­sen und sich weiterzuentwickeln.

Wert­schät­zung der Kinder

Kin­dern wird in den Leh­ren Bahá’u’lláhs eine hohe Wert­schät­zung ent­ge­gen­ge­bracht. Wir Men­schen kom­men mit wert­vol­len Anla­gen und Eigen­schaf­ten aus­ge­stat­tet auf die Welt. Bahá’u’lláh ver­gleicht den Men­schen mit einem Berg­werk reich an Edel­stei­nen von unschätz­ba­rem Wert“, und spricht wei­ter: Nur die Erzie­hung kann bewir­ken, dass es sei­ne Schät­ze ent­hüllt und die Mensch­heit dar­aus Nut­zen zu zie­hen vermag.“

Das Ziel der Bahá’í‑Kindererziehung ist, die Talen­te und Anla­gen des Kin­des zu ent­fal­ten und sei­ne geis­ti­ge und mora­li­sche Ent­wick­lung zu för­dern. Kin­der sol­len umfas­sen­des Wis­sen erwer­ben, eine gute, fun­dier­te Aus­bil­dung erhal­ten. Mäd­chen und Jun­gen wer­den dabei gleich­be­rech­tigt behandelt. 

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