Yalla. Arabisch-jüdische Berührungen

Besuch der Ausstellung im Jüdischen Museum München
Teilnahmegebühr:
Für Mitglieder der Freunde Abrahams ist die Führung kostenlos,
für Nichtmitglieder beträgt sie 5 €.
Der Eintritt in die Ausstellung kostet zusätzlich 6 € (ermäßigt 3,60 €).
Die Geschichte von Jüdinnen und Juden in Nordafrika und Westasien ist von enger kultureller Nähe zu ihrem vielfältigen arabischen Umfeld und von gegenseitiger Bereicherung ebenso geprägt wie von Brüchen, Ausgrenzung und Gewalt. Sie erzählt von Nachbarschaft und Austausch, von gemeinsamen Sprachen, Musik- und Denktraditionen. Diese geteilte Vergangenheit wurde jedoch im Laufe des 20. Jahrhunderts zunehmend ideologisch überformt oder verdrängt. Erst mit dem wachsenden Selbstbewusstsein der „Misrachim“, also Jüdinnen und Juden aus arabisch
geprägten Kultur- und Sprachräumen im heutigen Israel, rückte diese Vergangenheit wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein.
An die Fragen nach Selbstverständnis und historischer Erinnerung knüpft die Ausstellung an. Sieben Künstler*innen jüdischer Herkunft mit familiären Wurzeln in verschiedenen Regionen Nordafrikas und Westasiens erkunden in ihren Arbeiten jüdische Identitäten in diesem Spannungsfeld. Ihre Werke verbinden persönliche Erinnerungen mit historischen Erfahrungen. Sie erzählen von Exil und Verlust, von gesellschaftlicher Marginalisierung und von Brüchen in der Weitergabe von Geschichte. So entsteht ein vielstimmiger Raum, in dem Vergangenheit nicht abgeschlossen ist, sondern bis in die Gegenwart nachwirkt. Zugehörigkeit erscheint dabei als eine bewegliche und oft widersprüchliche Erfahrung − zwischen Kulturen, Sprachen und Erinnerungen.
Wir werden geführt von einem Mitglied des Vermittlungsteam des Jüdischen Museums München.
Anmeldung erbeten unter info@freunde-abrahams.de oder 089/15881260
