Zen-Meditation

Meditation im Stil des Zen heißt Zazen. Das bedeutet „sitzen in Meditation“ oder einfach: still sitzen. Dazu braucht man nichts weiter als den Platz von etwa einem Quadratmeter Boden und eine Sitzunterlage, also ein Sitzkissen oder einen Stuhl, nach Möglichkeit in einer ruhigen Umgebung. Die finden wir im Untergeschoß der Nazarethkirche, wo wir ab 15. September jeden Mittwoch von 18:00 bis 20:00 Uhr zu Gast sein dürfen. Dogen Zenji (1200-1253), der Begründer des Soto-Zen, fasste es so zusammen: „Alles, was wir brauchen, finden wir hier, wo wir sind.“ Also: aufrecht sitzen, die Bewegung des Atems spüren, Empfindungen und Gedanken kommen und gehen lassen ohne sich weiter damit zu beschäftigen – das ist die Übung, im Sitzen wie im Gehen. In der Tradition als Zazen steht dahinter die Buddha-Lehre. Jeweils am Ende der Meditation schauen wir uns daher ein paar Sätze aus der umfangreichen Lehr-Tradition an.

Der Lehrer

Christoph Genpo Hahn, Zen-Priester in der Tradition des japanischen Soto-Zen, praktizierte seit Anfang der 1980er Jahre Zazen bei Nakagawa Roshi in München und Eisenbuch. Nach der Ordination absolvierte er Trainingsperioden (Ango) in zwei Ausbildungsklöstern und im Tempel seines Lehrers Furusaka Roshi in Japan. Von ihm wurde er unter dem Namen Asui Genpo zum Dharmanachfolger ernannt. Als Zen-Lehrer ist er seither in München und in verschiedenen Seminarhäusern aktiv.

Im Haus der Kulturen und Religionen geht es um Begegnung, dabei auch um ein Kennenlernen verschiedener spiritueller Wege. Die Teilnahme ist daher stets offen für alle, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei Bedarf gibt es eine Einführung. Sitzkissen, Bänkchen und Sitzunterlagen sind vorhanden. Bitte bequeme Kleidung mitbringen. Die Meditation ist kostenfrei, Spenden zur Deckung der Unkosten sind willkommen.